Pressestimmen

Ungehemmte Sehnsucht nach dem Ried

Darmstädter Echo, 16.11.2000
„…Das Publikum nimmt auf, was der Sänger zu sagen hat, steigt ein in die von ihm beschriebenen Alltagsgeschichten, erkennt sich wieder. Die Zuhörer riechen praktisch den Geruch von Bohnerwachs, formen im Kopf Bilder vom sommerlichen Voyeurismus am Kiesloch, hören das Zirpen der Grillen… Ohne erhobenen Zeigefinger hält Brun in „Fritz, die Schnecke“ in unspektakulären Worten ein Plädoyer für die Menschenwürde und Individualität. Ganz sacht klingt in „Scheue Pferde“ die Mahnung an, die Erde nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er stellt sich und sein Leben als „Teil eines großen Ganzen dar“, erd- und naturverbunden, wie er es in Montana bei den Indianern erfahren hat…
Und er hat das Selbstbewusstsein, nicht nur frühe Freundinnen als “verblühende Rosen“ bezeichnen zu dürfen, sondern über den eigenen „veränderten Körperbau“ zu spötteln. Es ist Bruns Kunst, Inhalte so zu formulieren, dass sich die meisten in ihnen wiederfinden…“